Stilübungen (75): Vertikal

Auf die horizontale folgt heute die vertikale Variation: Und auch in dieser Stilübung wird offenbar, dass die strikte Anwendung eines Prinzips den Künstler vor Herausforderungen stellt, wie man den bekannten Inhalt am besten in diesem extremen Panelformat widergibt. Aber davon einmal abgesehen, treten in dieser Darstellungsart zwei Dinge heraus: Bei der Lektüre dieser Seite stellt sich der Eindruck einer gewissen Beengung ein. Nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere des Protagonisten scheint eingezwängt zu werden, es stellt sich eine Stimmung ein, die man mitliest. Ist es Stress? Ist es Druck, der auf Matt lastet? Darüber hinaus suggerieren die nebeneinander stehenden hochformatigen Panel, viel mehr noch als es im Fall der breiten Panel war, einen Eindruck der schnellen Abfolge, eine erhöhte Geschwindigkeit, als ginge alles Schlag auf Schlag. Ein Eindruck, der sich mit der wenig actionhaltigen Szene zunächst nicht zu vertragen scheint, aber doch zur Atmosphäre beiträgt: So gedrungen die Panels sind, so sehr scheint hier auch etwas zu drängen

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