Stilübungen (86): Maximalistisch

Nachdem es in der letzten Stilübung um eine minimalistische Variation ging, bei der das Geschehen auf möglichst wenige Striche reduziert wurde, geht Matt Madden heute den entgegengesetzten Weg: Es wird maximalistisch, wenn so viele Bildelemente wie möglich durch seinen Strich Ausdruck finden sollen. Neben der Menge an Details, die hier festgehalten werden sind es vor allem Schraffuren, die nicht nur Schattierungen und Texturen darstellen, sondern auch der gesamte Strip sehr viel voller und sogar etwas wuselig erscheinen lassen. Denn das ist die Gefahr bei dieser Darstellung: Der Willen, möglichst viele Aspekte mit Strichen einzufangen kann den Comic überfrachten und für Unübersichtlichkeit sorgen. Ironischerweise ist der kunstvolle Einsatz von Weißflächen bei so einem maximalistischen Ansatz mit das Wichtigste.

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