Stilübungen (18): Comic-Strip

An die große Zeiten des Comic-Strips erinnert die heutige "Stilübung". Im deutschsprachigen Raum hatten diese nie den kulturellen Stellenwert wie in den USA, waren aber trotzdem geschätzt und im Einzelfall durchaus populär. So werden bis heute die "Peanuts"- und "Hägar"-Gesamtausgaben fortgesetzt, was aber davon ablenkt, dass viele Zeitungen sich zuletzt von den Strips trennten, zuletzt bekanntlich die FAZ, und es kaum noch Orte gibt, an denen sie täglich veröffentlicht werden, Als eine prägende Stilform sind sie für den Comic und seine Geschichte aber natürlich höchst wichtig, erschienen hier doch einige der brillantesten Comics überhaupt. Und mit der in diesen Tagen erscheinenden Sammlung von McCays "Little Nemo" erscheint erstmals vollständig in einer bibliophilen Ausgabe ein Klassiker, an dem sich sehr schön die Potenziale dieser Erscheinungsform ablesen lassen.

Noch einmal illustriert Matt Madden darüber hinaus, auf welch unterschiedliche Arten im Comic erzählt werden und wie kreativ man mit einem erzählerischen Rahmen umgehen kann. So können in einem Horror-Manga ebenso Probleme des Heranwachsens thematisiert werden, wie in einem Humor-Strip die süße Vergeblichkeit des Lebens.

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