Comicfestival München: Erste Ankündigungen

Das Comicfestival München hat erste Gäste und Programmpunkte für das kommende Jahr bekannt gegeben. Der Peng!-Preis für sein Lebenswerk geht im nächsten Jahr an den langjährigen „Mad“-Herausgeber Herbert Feuerstein.

Themen / Ausstellungen
50 Jahre „Mad“ in Deutschland
50 Jahre Carlsen Comics
Denis Kitchen
Ralf König

Gäste
Peter Kuper („Spion & Spion“)
Terry Moore („Strangers in Paradise“)

Mit der Alten Kongresshalle wird das Festival den Standort beibehalten, der sich bei der letztjährigen Ausgabe als gute Alternative zu den zwei Orten in der Innenstadt bewährt hat. Sie ist zwar weniger zentral und war bereits 2015 komplett bespielt worden, Raum für Wachstum ist hier weniger vorhanden, besonders unter den Ausstellern wurde der Wechsel aber als Fortschritt wahrgenommen. Vielleicht lag das auch am direkt angeschlossenen Biergarten.

Das Comicfestival München wird vom 25. bis 28. Mai 2017 stattfinden.

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Dienstag, 24. Mai 2016

dreimalalles beim Comic-Salon Erlangen

Seit dem gestrigen Montag befinde ich mich in Erlangen und nehme das natürlich zum Anlass, über den Comic-Salon zu berichten – vom Aufbau bis zum Schluss. Das wird hauptsächlich in Fotos passieren, die ich wie immer auf facebook und twitter poste und auch bei flickr hochladen werde. Die Galerie dazu findet ihr wie immer unter diesem Artikel.

Vor zwei Jahren befand sich dreimalalles noch in der Entstehung, eigentlich sollte die Seite bis zum Comic-Salon online sein. Da das nicht klappte, hatte ich einen sehr entspannten Salon, was eine sehr willkommene Abwechslung war und mir Gelegeneheit gab, die vier Festivaltage komplett als Besucher zu genießen. Auch in diesem Jahr will ich mir so viel wie möglich ansehen und die vier Tage von Donnerstag bis Sonntag erscheinen mir jetzt bereits absurd kurz, es passiert einfach zu viel. Das liegt auch daran, dass ich in diesem Jahr selbst beim Festival eingebunden bin: Als Kurator der „Parade“-Ausstellung, Moderator und Guide werde ich selbst zum Programm beitragen, weswegen man meine Festival-Berichterstattung gerne mit der nötigen Distanz verfolgen möge.

Ein Highlight ist für mich schon der Donnerstag Abend, dann heisst es dreimalalles@gummiwörner: Musik aus der Konserve von DJ Bremer Rathaus (den ich „Blues Brothers“-mäßig aus der DJ-Rente heraus für den Abend reaktivieren konnte) frische Getränke und feines Ambiente. Wir sehen uns!
 

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Dienstag, 24. Mai 2016

Schreiber & Leser: Herbstprogramm 2016/2017

Krimis und Gangster-Geschichten sind schon lange ein Schwerpunkt im Programm von Schreiber & Leser. Das wird auch bei den nun angekündigten Titeln des Herbsprogramms beibehalten. Eine Reihe von Comics ist im kriminellen Milieu angesiedelt. Zwei neue Serien starten in diesem Segment: „Silver“ des Amerikaners Stephan Frank verbindet dabei Elemente der Gaunerkomödie mit einer Vampirgeschichte. Gradliniger ist „Wonderball“ von Jean-Pierre Pécau, Fred Duval & Colin Wilson: Im Zentrum steht hier ein bemerkenswerter Serienmordfall, dem der „Wonderball“ genannte Inspektor Spadaccini nachgeht. Fortgesetzt wird „Trouble is my Business“, die Serie um den Privatdetektiv Jotaro Fukamachi von Natsuo Sekikawa & Jiro Taniguchi.

Auf die Zusammenarbeit von Moebius mit Jiro Taniguchi hatte ich an dieser Stelle bereits hingewiesen. Der Band ist bereits in den Läden. Weiter geht es mit der Neuausgabe von „Corto Maltese“. Hugo Pratts Serie um den tiefgründigen Abenteurer wird mit dem fünften Band „Die Äthiopier“ fortgesetzt, der wieder in zwei Ausgaben erscheinen wird: farbig sowie klassisch in schwarzweiß. Abgeschlossen wird mit dem siebten Band Terry Moores Horror-Serie „Rachel Rising“.

Mit den jeweils zweiten Teilen werden sowohl „Der Marokkanische Frühling“ sowie „Mister George“ abgeschlossen. Weiter geht es mit Sokals „Canardo“: Neben dem 24. Album um die Inspektoren-Ente wird auch der fünfte Band der Gesamtausgabe vorgelegt. Kürzlich hat Schreiber & Leser den ersten Band der Serie komplett online gestellt: „Der aufrechte Hund“ kann hier gelesen werden.

Hier das gesamte Programm von Schreiber & Leser bis Januar 2017:

bereits erschienen
„Ikarus“ von Moebius & Jiro Taniguchi, ISBN 978-3-946337-06-5, 312 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 24,95 Euro

Juli
„Der Marokkanische Frühling 2: Die Fürsten vom Djebel“ von Maurin Defrance, Fabien Nury, Fabien Bedouel & Merwan, ISBN 978-3-946337-09-6, 136 Seiten farbig, Hardcover, 24,80 Euro
„Mister George 2: Washington“ von Serge Le Tendre, Rodolphe & Hugues Labiano, ISBN 978-3-946337-08-9, ca. 48 Seiten, farbig, Hardcover, 14,95 Euro

August
„Trouble is my business 4: Der coolste Job“ von Natsuo Sekikawa & Jiro Taniguchi, ISBN 978-3-943808-98-8,  ca. 240 Seiten, schwarzweiß, Softcover, 16,95 Euro
„Canardo Sammelband V: Ein reicher Schlucker / Schwarze Flut / Belgische Schule“ von Sokal, ISBN 978-3-946337-23-2, 144 Seiten, farbig, Hardcover, 22,80 Euro

September
„Wonderball 1: Jäger“ von J.-P. Pécau, Fred Duval & Colin Wilson, ISBN 978-3-946337-14-0, 54 Seiten, farbig, Hardcover, ca. 14,95 Euro
„Serpieri Collection IV: Der vergessene Planet / Klon“ von Paolo Serpieri, ISBN 978-3-946337-19-5, 132 Seiten, farbig, Hardcover, 24,95 Euro

Oktober
„Silver 1. Der Fluch des Silberdrachen“ von Stephan Franck, ISBN 978-3-946337-24-9, ca. 112 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, 14,95 Euro
„Corto Maltese 5. Die Äthiopier“ von Hugo Pratt, ISBN 978-3-946337-10-2, 112 Seiten, farbig, Hardcover, 26,80 Euro
„Corto Maltese 5. Die Äthiopier“ von Hugo Pratt, ISBN 978-3-946337-11-9, 112 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 26,80 Euro

November
„Capricorn Gesamtausgabe II: Der Schwarze Würfel / Rote Karten / Attacke!“ von Andreas, ISBN 978-3-946337-12-6, 152 Seiten, farbig, Hardcover, 29,80 Euro
„Rachel Rising 7. Staub zu Staub“ von Terry Moore, ISBN 978-3-946337-13-3, 128 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, 14,95 Euro

Dezember
„Canardo 24. Der Tod hat grüne Augen“ von Sokal, ISBN 978-3-946337-16-4, 48 Seiten, farbig, Softcover, 12,95 Euro
„Nach Paris 2“ von Benoît Peeters & François Schuiten, ISBN 978-3-946337-17-1, 64 Seiten, farbig, Hardcover, 22,80 Euro
„Djinn 13. Kim Nelson“ von Jean Dufaux & Ana Miralles, ISBN 978-3-946337-18-8, ca. 56 Seiten, farbig, Hardcover, 14,95 Euro

Januar 2017
„Wonderball 2: Phantom“ von J.-P. Pécau, Fred Duval & Colin Wilson, ISBN 978-3-946337-15-7, 54 Seiten, farbig, Hardcover, ca. 14,95 Euro
„Schlangennest – Gesamtausgabe“ von Gihef & Renaud, ISBN 978-3-946337-21-8, 128 Seiten, farbig, Hardcover, 24,80 Euro

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Freitag, 20. Mai 2016

comic-salon.de im neuen Look

Nach zehn Jahren kann man sich mal eine neue Website gönnen. Das hat der Comic-Salon Erlangen nun gemacht: Etwas anders organisiert, bunter und responsive präsentiert sich nun comic-salon.de. Wichtigstes neuers Feature ist sicher „Mein Salon“, mit dem sich ein individuelles Festival-Programm zusammenstellen lässt.

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Donnerstag, 19. Mai 2016

Reprodukt: Neuheiten Herbst 2016

Einige Überraschungen gibt es beim nun angekündigten Herbstprogramm von Reprodukt. Am auffälligsten ist sicherlich die Titelreduktion bei den Comics für Erwachsene: Bleibt die Zahl der Novitäten im Kinder-Segment weitgehend konstant (fünf, zuvor sechs), werden hier mit sechs Titeln weit weniger angekündigt als in den vergangenen Halbjahren (15 im Frühjahr, 18 im Herbst zuvor). Auf Nachfrage gibt Verlagsleiter Dirk Rehm zu bedenken, dass in diesem Jahr insgesamt 60 Titel vorgelegt werden: 46 Neuheiten und 14 Neuauflagen – zusätzlich der drei Comics des Mami-Verlags. Bei 53 Produktionen im Vorjahr (41 Novitäten, 12 Neuauflagen) bedeutet das immer noch insgesamt eine Steigerung. Man wolle sich seitens der Vermarktung besonders auf "Im Schatten des Krieges" und die Gesamtausgabe von  "Didi & Stulle" konzentrieren.

„Im Schatten des Krieges“ ist der neue Band der amerikanischen Comic-Journalistin Sarah Glidden, deren Debut „Israel verstehen – in 60 Tagen oder weniger“ 2011 bei Panini erschien. Hier begleitet Glidden zwei Journalisten und einen ehemaligen Soldaten bei ihrer Recherche im Irak. Der Verlagswechsel zu Reprodukt erklärt sich am ehesten mit den Verlagen der Originalausgaben: Erschien ihr Debut in den USA bei DC bzw. Vertigo, legt den neuen Band nun Drawn & Quarterly vor – Verlage, denen die deutschen Häuser jeweils nahe stehen. Die Gesamtausgabe von „Didi & Stulle“ wird in drei umfangreichen Hardcover-Bänden im Schuber angekündigt, darin enthalten sind unter anderem über 100 hier erstmals nachgedruckte Episoden und eine Vielzahl von Illustrationen. Der Schuber wird zum Subskriptionspreis angeboten.

Neue Bücher gibt es von Barbara Yelin, Paco Roca, Judith Vansitendael und Tommi Musturi: „Vor allem eins: Dir selbst sei treu.“ portraitiert die deutsch-israelische Schauspielerin Channa Maron, Barbara Yelin steuert einen biografischen Comic bei, David Polonsky („Waltz with Bashir“) eine Reihe von Illustrationen, Wegbegleiter wie die deutsche Filmemacherin Anne Linsel Texte. Um Erinnerung geht es auch in Paco Rocas „La Casa“, mit dem er den Tod des eigenen Vaters verarbeitet. In „Mikel. Die Geschichte des Bonbonverkäufers, der im Regen verschwand“ portraitieren Mark Bellido und Judith Vanistendael einen Mann, dessen Suche nach Abenteuer ihn mitten in den Konflikt der spanischen Regierung mit der baskischen Separatisten-Organisation ETA führt. Tommi Musturi erzählt in „Sozusagen Samuel“ die philosophisch angehauchte, wortlose Reise seines Protagonisten durch Raum und Zeit weiter.

Im Kinderprogramm werden im Wesentlichen laufende Reihen fortgesetzt: Neue Bände erscheinen von Patrick Wirbeleits und Uwe Heidschötters „Kiste“, „Q-R-T“ von Ferdinand Lutz und „Kleiner Strubbel“ von Céline Fraipont & Pierre Bailly. Eine Softcover-Ausgabe von Luke Pearsons „Hilda und der Mitternachtsriese“ erscheint im August. Weniger Comic als Kinderbuch ist Wimmelbild-Buch mit gereimten Texten „Antonia war schon mal da“ von Patrick Wirbeleit & Max Fiedler.

Alle Reprodukt-Novitäten im Herbst im Überlblick (• = Kindercomics), die Verlagsvorschauen lassen sich hier durchblättern.

August
„Sozusagen Samuel“ von Tommi Musturi, ISBN 978-3-95640-107-7, 160 Seiten, farbig, Hardcover, 25 Euro

September
„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin und David Polonsky, ISBN 978-3-95640-102-2, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 24 Euro
• „Antonia war schon mal da“ von Patrick Wirbeleit & Max Fiedler, ISBN 978-3-95640-108-4, 40 Seiten, farbig, Hardcover, 16 Euro
• „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson, ISBN 978-3-95640-115-2, 44 Seiten, farbig, Softcover, 13 Euro

Oktober
„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden, ISBN 978-3-95640-101-5, 304 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 29 Euro
„Mikel. Die Geschichte des Bonbonverkäufers, der im Regen verschwand“ von Mark Bellido & Judith Vanistendael, ISBN 978-3-95640-103-9, 376 Seiten, farbig, Hardcover, 39 Euro
„La Casa“ von Paco Roca, ISBN 978-3-95640-104-6, 128 Seiten, farbig, Hardcover, 20 Euro
„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil, ISBN 978-3-95640-105-3, 3 Bände zu jeweils 224 Seiten, 120 Euro, Subskriptionspreis 99 Euro bis zum 10. Januar 2017
• „Kiste: Roboteralarm“ von Patrick Wirbeleit & Uwe Heidschötter, ISBN 978-3-95640-109-1, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 14 Euro
• „Q-R-T: Flummi allein zu Haus“ von Ferdinand Lutz, ISBN 978-3-95640-110-7, 112 Seiten, farbig, Hardcover, 18 Euro
• „Kleiner Strubbel: Eisige Liebe“ von Céline Fraipont & Pierre Bailly, ISBN 978-3-95640-112-1, 32 Seiten, farbig, Hardcover, 10 Euro

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Offenlegung: An „Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von David Polonsky & Barbara Yelin bin ich als Lektor beteiligt.

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Mittwoch, 18. Mai 2016

Outstanding artist award: Stipendium für Melanie Schober

Mit dem outstanding artist award zeichnet das Bundeskanzleramt Österreichs in verschiedenen Kunstsparten Künstlerinnen und Künstler der jüngeren und mittleren Generation für besondere Leistungen aus. In der Kategorie „Karikatur und Comics“ werden seit 2008 alle zwei Jahre Künstlerinnen und Künstler bedacht. Auf Nicolas Mahler, Tonto-Comics, Thomas Kriebaum und zuletzt Ulli Lust folgt in diesem Jahr nun Melanie Schober. Die Manga-Autorin („Personal Paradise“, „Skull Party“) gab den Gewinn der Auszeichnung, der mit einem Preisgeld von 2.000 Euro einher geht, auf twitter bekannt. Glückwunsch nach Saalfelden!
Update: Melanie Schober erhält nicht den outstanding artist award selbst, sondern wird im Rahmen dieses Preises mit einem Stipendium gefördert. Das Amtsschreiben hatte ich missverstanden.

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Abbildung © Melanie Schober

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Mittwoch, 18. Mai 2016