„Gaston“ – Ausstellung in Paris

Am 7. Dezember eröffnet in Paris eine umfangreiche Ausstellung zu „Gaston“ im Centre Georges Pompidou. Gezeigt werden Originalseiten und Erstausgaben, darüber hinaus Fotos, Filme und weitere Artefakte. Speziell für diese Ausstellung werden einige von Gastons Erfindungen nachgebaut und ausgestellt, darunter der Rasenmäher, der Blumen umfährt, und die Mäuserüstung zum Schutz gegen Katzen. Die 1957 von André erschaffene Figur feiert im kommenden Jahr 60. Geburtstag.

Zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog erscheinen. Im Herbst beginnt in Frankreich zudem die Neuausgabe sämtlicher „Gaston“-Alben, die dann in restaurierter Farbfassung vorgelegt werden.

Das Centre Georges Pompidou hat in der Vergangenheit mehrfach Comic-Ausstellungen gezeigt, darunter zuletzt eine Retrospektive zu Claire Brétecher und bereits 1997 eine Ausstellung zu Hergé. Der Erfinder von „Tim und Struppi“ wird, wie berichtet, in Kürze ebenfalls mit einer Ausstellung geehrt. Das Grand Palais zeigt ab dem 28. September und bis zum 15. Januar 2017 Originale, Illustrationen und viele weitere Exponate zum Leben und Werk von Hergé. Die „Gaston“-Ausstellung wird bis zum 10. April 2017 zu sehen sein.

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Dienstag, 26. Juli 2016

Mappen und Manuskripte – Was wollen Verlage? (Update 2016)

Du bist Comic-Künstler. Du schreibst. Du zeichnest. Du hast einen Comic gemacht, der unbedingt veröffentlicht gehört. Was muss man nun tun? Wie spricht man einen Verlag an? Wollen die das überhaupt?

Im vergangenen Jahr hatte ich eine erste Liste veröffentlicht, in der Comicverlage erläutern, was Ihnen in dieser Hinsicht wichtig ist. Nach rund 18 Monaten kommt hier die aktualisierte Fassung. Alle Verlage haben ihre Angaben bestätigt, ergänzt oder umformuliert. Neu dabei ist der Weissblech Verlag, für den Levin Kurio die wichtigsten Informationen zusammenfasst.

Aus eigener Erfahrung hatte ich den kurzen Leitfaden vorangestellt. Wenn man sich daran hält, wird man bei keinem der Verlage, die offen für Einreichungen sind, etwas falsch machen.

0. Einsendung gedruckt, per E-Mail oder doch ein persönliches Treffen? Wenn Verlage es anbieten, ist ein persönliches Treffen auf einem Comicfestival oder einer Buchmesse empfehlenswerter, da hier direktes Feedback möglich ist und Nachfragen gestellt werden können.
Manuskripte per E-Mail oder gedruckt:
1. Anschreiben:
Sachlich-kurze Vorstellung, wer man ist und warum man sich meldet. Will man nur eine Meinung bekommen oder ein fertiges Projekt präsentieren? Wichtig: "Hey Keule" ist kein Türöffner.
2. Synopsis: Kurze Zusammenfassung in wenigen Sätzen. Worum geht es im vorgestellten Comic? Einer ersten Kurzzusammenfassung kann eine Erläuterung folgen. Wichtig: Viel Text hilft nicht viel.
3. Comic: In der Regel reichen drei bis fünf Seiten um einen Eindruck eines Projektes zu vermitteln (Ausnahmen: siehe unten). Skizzen und Storyboards sind hübsch, sie sind dabei aber wenig hilfreich. Als Ergänzung, um zum Beispiel den weiteren Verlauf einer Geschichte anzudeuten, sind sie erlaubt. Für das 150-seitige Skript gilt: Das liest niemand komplett durch.
evtl. 4. Umschlag & Rückporto: Wenn man die Einsendung zurückbekommen will.

Das nur ganz grob. Weitere Details würden diesen Rahmen zunächst sprengen, denn hier sollen die Verlage zu Wort kommen. Was sie sich wünschen und ob sie überhaupt offen für Einsendungen sind, erläutern sie in den Antworten auf einen kurzen Fragebogen.

Carlsen Comics • Carlsen Manga (Klaus Schikowski & Kai-Steffen Schwarz)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, ich schaue auf jeden Fall einmal drüber, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Und wenn es bestimmten qualitativen Ansprüchen genügt, sehen wir uns die Einreichungen genauer an.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Gute Geschichten. Es hängt ganz davon ab, mittlerweile gibt es mehr und mehr Drehbucheinreichungen, die allerdings ohne Zeichner kommen. Bestenfalls sind wir dann Vermittler und suchen nach geeigneten Zeichnern, das ist allerdings die Ausnahme, da muss uns das Szenario schon außerordentlich gut gefallen. Denn in der Regel ist das zeitlich gar nicht zu leisten. So suchen wir also Autoren, Zeichner und im günstigsten Fall: Beides in Personalunion.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Kurze Synopsis der Geschichte, ausgearbeitete Seiten, Charaktersheets. Davon kann man sich einen guten Eindruck verschaffen. Allerdings sollten die Einreichungen auch nicht zu lang sein, denn ein 140-Seiten Drehbuch in Skriptform hat da weniger Chancen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Ja, aber in der Regel arbeiten wir gerne mit Autoren zusammen und entwickeln auch gemeinsam.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten? (Link)
Ja. carlsen.de/carlsen-verlag/manuskripte
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Festivals wird regelmäßig etwas angeboten. Doch im Büro steht zu wenig Zeit dafür zur Verfügung.
An wen kann man Einsendungen richten?
info@carlsen.de; Comic-Redaktion
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Man sollte sich immer erst einmal das Verlagsportfolio ansehen, und überlegen, ob die Einreichung dort hineinpasst. Und man sollte nicht innerhalb von zwei Tagen eine Antwort erwarten. Ansonsten: nur Mut.

Cross Cult (Andreas Mergenthaler)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Leuchtet einem nicht wirklich sehr gutes Artwork entgegen, ist die Chance leider gering, dass wir uns die Sache genauer anschauen. Rein aus Zeitmangel!
Wonach suchen Sie?
Aktuell suchen wir gar keine neuen Projekte. Aber wir lassen uns gerne überraschen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Am besten schon ein weit fortgeschrittenes Comicprojekt, das am Ende mehr als 100 Seiten umfasst. 10-20 Seiten sollten als PDF schon zum Lesen vorliegen, damit wir uns einen Eindruck verschaffen können. Es sollte zu unseren üblichen Themen passen. Also keine Kunstcomics, Funnies oder dergleichen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Ja, das wäre von Vorteil – aber natürlich keine Garantie, dass es uns gefällt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man sich die ganze Arbeit umsonst gemacht hat. Aber Übung schadet ja bekanntlich nicht.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Nein, da wir nicht aktiv suchen.Wir sind ja auf das Einkaufen quasi fertiger Lizenzcomics spezialisiert, die wir nur noch übersetzen und Lettern müssen.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Am besten per Mail schicken an info@cross-cult.de. Aber bitte genug Zeit lassen und damit rechnen, dass wir es nicht veröffentlichen können. Andere Verlage sind spezialisierter auf Eigenproduktionen bzw. die Arbeit mit deutschen Künstlern und Autoren.

Edition Moderne (David Basler)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?  Ja
Wonach suchen Sie?  Autoren/Zeichner
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Eine Synopsis, Bio, ein paar Seiten als PDF bis 5 MB  
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Ja
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein
Bieten Sie Mappensichtungen an?  Ja
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
David Basler, post@editionmoderne.ch
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Bevor man eine Eingabe macht, soll man sich das Edition Moderne Programm ansehen.

Egmont Comic CollectionEgmont Graphic NovelEgmont Manga (Wolf Stegmaier)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Jedes Manuskript, das uns erreicht wird selbstverständlich geprüft.
Selbst wenn es manchmal länger dauert:  Wir melden uns auch im Falle von Absagen auf jeden Fall zurück.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Wir suchen spannende Projekte, die zu unserem Verlagsprogramm passen.
Bei manchen Einsendungen fällt auf, dass das manchmal etwas vernachlässigt wird. Soll heißen: Nicht jeder Comic passt zu jedem Verlag. Aus unserer Sicht gibt es in Deutschland eine sehr facettenreiche, vielfältige Verlagslandschaft, was grafische Literatur angeht. Da lohnt es sich vor einer Bewerbung zu recherchieren: Welcher Verlag macht was? Wo kann ich mir mein Buch gut vorstellen?
Wir sind auf der Suche nach konkreten Projekten, die der Autor in Eigenregie umsetzen kann. Man kann sich bei uns auch mit einem Portfolio vorstellen, um eine Einschätzung zu bekommen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Idealerweise wie hier beschrieben (gilt für all unsere Comiclabels): egmont-graphic-novel.de/manuskripte
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Aber selbstverständlich.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Ja, wir bieten Mappenstunden auf Messen und Festivals an.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Grundsätzlich kann man auf jeden Redakteur oder Programmleiter mit einer Bewerbung zukommen. Wenn es um Mappensichtungen bei Veranstaltungen geht, sprechen wir uns vorher intern ab, wer vor Ort ist und wer welchen Termin wahrnehmen kann. Auf Messen selbst gibt es dann häufig am Stand eine Liste für Kurzentschlossene, dort kann man sich im Vorfeld einen Termin geben lassen. Außerdem kann man seine Einsendungen je nach Label an folgende E-Mail-Adressen schicken:
Manga: info@egmont-manga.de
Comic: info@egmont-comic-collection.de
Graphic Novel: info@egmont-graphic-novel.de
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Vielleicht erst einmal einen Blick auf unsere Programme werfen und schauen, ob Verlag und Projekt zusammen passen. Wenn man den Meinung ist, das ist so: Nix wie ab zur Post. Mit einer Antwort ist zu rechnen, lasst uns aber bitte ausreichend Zeit.

Panini (Alexander Bubenheimer)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja. Manuskripte wie „Die Bibel Teil 2“ (ja, ernsthaft!) landen allerdings in der MAD-Redaktion und dienen der allgemeinen Erheiterung.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Wir suchen eher nach fertigen Geschichten oder Zeichnern, allerdings auch eher aktiv anstatt über eingereichte Manuskripte. Schwerpunkte sind Cartoon (MAD, Cartoonbücher) und Graphic Novels.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Meistens macht ein einseitiges Expose mit vier, fünf ausgearbeiteten Seiten Sinn.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Ja.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Messen sind unsere Redakteure ansprechbar, wann immer man sie trifft.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Ein guter Anfang ist mycomics.de, wo wir immer aktiv schauen. Ansonsten an die Redaktion. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass der größte Teil unserer Comics aus Lizenzübernahmen besteht, mithin also die meisten „unserer“ Zeichnern gar nicht für uns direkt arbeiten, sondern in der Hauptsache für den amerikanischen Markt (und sich Interessenten dann auch dort bewerben müssen, nicht bei uns).
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Es mag sich hart anhören, ist aber wirklich warmherzig gemeint, um große Enttäuschungen zu vermeiden: Es sollten mindestens 3 Menschen vom Stoff überzeugt sein, bevor man es einreicht. Man selber, die eigene Mutter und zusätzlich möglichst jemanden, der einem nicht so nahesteht, dass er blind zu allem "toll" sagt.

Salleck Publications (Eckart Schott)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja. Wobei das Werk schon in meinen Katalog passen sollte.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten):
Eigentlich nach nichts von Allem. Ich bin ausgelastet. Aber ein gutes Produkt interessiert mich doch. Ansonsten gebe ich Tipps, wer der richtige Verlag sein könnte (meistens Reprodukt)
Wie sollte eine Einreichung aussehen?  Da lege ich mich nicht fest.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Jein (siehe oben).
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein.
Bieten Sie Mappensichtungen an?  Auf Messen oder Börsen, wenn ich Zeit habe.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Am besten auf Messen fragen.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Qualität schicken oder zeigen. Bitte kein Fanniveu.

Schreiber & Leser (Philipp Schreiber)

Wir sind bis auf weiteres von unserer Infrastruktur nur auf Lizenzen ausgelegt, so dass wir Projekteinsendungen vorerst gar nicht ermutigen.

Splitter (Dirk Schulz)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Wenn ein Exposee interessant ist, dann schauen wir uns auch die kompletten Manuskripte an. Wir arbeiten zur Zeit an einem Projekt, bei dem sich ein Autor gemeldet hat, und wir dann gemeinsam einen Zeichner ausgesucht haben. Lieber ist es uns allerdings, wenn gleich ein grafischer Look mitgeschickt wird.
Wonach suchen Sie?
Am intensivsten suchen wir nach Zeichnern. Das ist der zeitaufwändigste Part bei einem Comic. Da ist es schwer jemanden zu finden, der die Qualität und das Durchhaltevermögen mitbringt, ein ganzen Album, eine Graphic Novel oder eine Serie durchzuziehen. Probeseiten reichen vollkommen aus. Anhand von 1 oder 2 Seiten sehen wir, ob das Projekt zu uns passt.
Wie sollte eine Einreichung aussehen (Format, Umfang, Auswahl verschiedener Arbeiten)?
Uns reicht ein PDF mit einem Exposee, 2 oder 3 getexteten Seiten, Figurenentwürfen und ein paar fertige Seiten.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Wenn sie gut sind auf jeden Fall. Wenn ein paar Kleinigkeiten noch nicht passen, kann man die zur Not immer noch ändern.
Allerdings haben unfertige Projekte den Vorteil, dass wir als Verlag die Möglichkeit haben einzugreifen. Das ist oft hilfreich in Bezug auf einige formale Fehler wie Format, Umfang usw. aber auch textlixh oder zeichnerisch spart es natürlich viel Zeit, wenn Fehler erst gar nicht gemacht werden, oder eine Änderung am Gesamtkonzept das Projekt erfolgsversprechender macht.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Nein, haben wir leider nicht.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Wir schauen uns auf jeder Messe alle Mappen an, die uns vorgelegt werden und nehmen uns immer viel Zeit für konstruktive Kritik. Wir haben allerdings keine festen Zeiten. Wer kommen will, fragt an. Entweder es hat jemand von uns sofort Zeit, oder man macht einen Termin aus.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Am liebsten, wie gesagt, als PDF. Und dann an die info@splitter-verlag.de.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Comics zu texten/ zeichnen gehört zu den anspruchvollsten Aufgaben, die es gibt. Es gehört viel Einsatz und Begeisterung dazu (und am Anfang wenig Geld), öffnet aber unglaublich viele Türen und es gibt nichts, was mehr Spaß macht, als am Ende der Arbeit das fertige Produkt in den Händen zu halten.

Tokyopop • Popcom (Katrin Aust • Beatrice Tavares)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Aber natürlich. Wir sind immer gespannt, neue Talente zu entdecken.
Wonach suchen Sie?
Hauptsächlich suchen wir nach Zeichnern, die bereits ein fertiges Konzept im Kopf haben. Komplett auf Papier gebracht muss es aber noch nicht sein. Bisher haben wir zwar eher deutsche Mangaka in unserem Programm, mit dem Ausbau unseres Comic-Segments sind wir aber auch generell an Comic-Künstlern aller Facetten interessiert.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Den besten Überblick darüber, wie eine Bewerbung aussehen sollte, bieten unsere Tipps für eine richtige Bewerbung. Diese sind zwar momentan noch in erster Linie auf Manga zugeschnitten, lassen sich aber auch auf Comics generell übertragen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Wir sehen uns gerne auch fertige Projekte an. Das ist aber kein Muss. Für eine Bewerbung reicht uns erst einmal ein Auszug, damit wir uns einen Eindruck verschaffen können.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Messen und Conventions, auf denen wir einen Stand haben, bieten wir in der Regel auch Mappensichtungen vor Ort an.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Bewerbungsmappen können gerne an mangaka@tokyopop.de geschickt werden.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Die Mappe sollte uns überzeugen und Lust auf mehr machen. Haltet das Drumherum kurz und knapp und überzeugt uns vor allem mit dem Inhalt und eurer Leidenschaft für euer Projekt. Wie ihr den besten Eindruck hinterlasst, erfahrt ihr auf unserer Website.

Weissblech Comics (Levin Kurio)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, sofern diese auf uns abgestimmt sind.
Wonach suchen Sie?
Wir suchen nicht konkret, veröffentlichen aber ab und an auch Neuzugänge.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Bei Zeichnern sollten unbedingt einige Comicseiten dabei sein, mit Pin-Ups alleine können wir nichts anfangen. Es reicht in der Regel ein kleines Portfolio, damit wir abschätzen können, ob es passt. Bei Maileinsendungen sollten die Dateien zusammen nicht mehr als 7 MB haben und in allgemein zugänglichen Datenformaten gespeichert sein.
Die Einreichungen können formlos sein, wir brauchen nicht zwingend Passfoto und Lebenslauf.
Bei Autoren ist es etwas schwieriger, da wir wirklich nur Autoren mit Comicerfahrung gebrauchen können. Es hat sich leider gezeigt, dass es andernfalls meistens nicht funktioniert.
Bei Einreichung einer Geschichte reicht ein kurzes Expose, damit wir ersteinmal sehen können, ob das überhaupt was ist.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Längere Projekte, Serien oder Graphic Novels können wir nicht gebrauchen, da unser Programm hauptsächlich aus Anthologiereihen besteht. Kurzgeschichten sehen wir uns allerdings ganz gerne an.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Nicht direkt, aber wir haben trotzdem eine Reihe von Hinweisen in unserer Tutorial-Rubrik, die man sich vorher ansehen sollte: weissblechcomics.com/weissblech/tutorials/
Außerdem empfiehlt es sich, unser Programm zu kennen.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Wir bieten keine Mappensichtungen an – gerade auf Messen haben wir meist sehr viel zu tun. Aber wenn jemand schon mal da ist, werfen wir in der Regel einen Blick darauf. Das hõngt aber auch davon ab, wer gerade am Stand ist.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
An unsere Verlagsanschrift und an die Mail vom Chef:
Levin Kurio Verlag
Hauptstraße 10
23744 Schönwalde OT Langenhagen
kurio@weissblechcomics.com
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als K³nstler bewerben?
Viel Knete gibts nicht!

Zwerchfell (Christopher Tauber)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, natürlich. Alle drei Mitarbeiter des Verlags übrigens.
Wonach suchen Sie? Zeichner? Inker? Autoren?
Inker machen wenig Sinn, da es wenige Zeichner gibt, die von ihren Pencils loslassen mögen in Deutschland. Ähnlich ist es für Autoren ohne Zeichner. Das ist in Deutschland irgendwie noch sehr engstirnig, dass die meisten Zeichner ungern die Kontrolle in einem Bereich abgeben. Klar, es gibt Ausnahmen, nur diese Teams haben sich oftmals schon gefunden. Interessant ist aber letzten Endes alles vom Autoren bis zum Koloristen, ja sogar Letterer dürfen sich gerne vorstellen. Spannend finden wir ja ohnehin alles.Und wer weiß, vielleicht passt da mal was mit einem anderen Baustein zusammen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Ein netter Umgangston macht es leicht, gerne etwas förmlicher als zu flapsig. Ein Exposé, bis zu zehn Probeseiten sind gut überschaubar, Referenzen, was man sonst noch so gemacht hat oder gerne macht helfen auch oft. Viele Zeichner und auch -innen sind ja vielseitig.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Klar. Wenn man dahinter steht und aber auch mit etwaigen Änderungsvorschlägen leben kann.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
zwerchfellverlag.de/bewerben-bei-zwerchfell
Bieten Sie Mappensichtungen an? (Buchmessen, Festivals, im Büro)
Mappen und Projektvorstellungen machen wir gerne auf den Messen und Festivals, wenn wir vor Ort sind.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Es ist immer schön zu merken, wenn die Person sich ein wenig mit dem Verlag vertraut gemacht hat und der Überzeugung ist, das eigene Werk passt da entweder rein oder bereichert das Programm um eine noch fehlende Facette. Klar, man klopft überall an und das ist auch okay, aber wenn man zum Tanz aufgefordert wird, möchte man dabei auch schon gerne seinen eigenen Namen hören.

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Montag, 25. Juli 2016

18 Tüten-Variants in San Diego

Nun hat die San Diego Comic Con wieder ihre Pforten geschlossen, das Netz wird mit Cosply-Fotos geflutet (sogar Die Zeit berichtet), viele Filmtrailer wurden veröffentlicht und die Eisner Awards verliehen. Abseits davon bewegt sich der News-Anteil bezüglich Comics auf dem Level der Meldung „Warner Brothers Offers A Record 18 Different Official Comic-Con Bags!“. Collect them all!

Die Verlage nutzen inzwischen viele andere Kanäle und Gelegenheiten, um Neuigkeiten in den Medien zu streuen, auf der Comic Con ziehen sowieso die Film-Panels und die neuen Trailer zu Großproduktionen die Aufmerksamkeit auf sich. Denn was würde es nutzen, irgendein Plot-Detail in Serie XY anzukündigen, wenn DA VORNE BENEDICT CUMBERBATCH STEHT?! Natürlich wurden auf den Bühnen auch über Comics gesprochen, aber eher rückblickend oder in Sachen Bestandaufnahme.

Wie immer sind die Trailer einen Hingucker wert, Hoffnung macht „Doctor Strange“ MIT BENEDICT CUMBERBATCH! und an „Inception“ angelehnten optischen Einfällen. Daneben gab es erste Bilder aus „Justice League“ & „Wonder Woman“, Neues zur bald startenden „Suicide Squad“ und auch ein Trailer zum launigen „Lego Batman Movie“. Sind alle unten zu sehen. Darüber hinaus wurden noch einige Serien-Trailer gezeigt, hier ragte der „X-Men“-Ableger „Legion“ (auch unten) heraus.

Weitere Trailer von Comic-Serien oder Filmen ohne Comic-Vorlage, die in San Diego erstmals gezeigt wurden, gibt es hier und hier.
 

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Montag, 25. Juli 2016

Eisner Awards 2016 verliehen

Am Rande der Comic Con International, die derzeit in San Diego stattfindet, wurden am Freitag Abend die Will Eisner Comic Industry Awards 2016 verliehen. In einer rund dreistündigen Zeremonie wurden die Preise von verschiedenen ComickünstlerInnen vergeben.

Leer ausgegangen ist die amerikanische Ausgabe von Jens Harders „Alpha... Directions“, die sich in der Kategorie „Beste US-Ausgabe von internationalem Material“ Asaf Hanukas „The Realist“ geschlagen geben musste.
Ohne Nominierung wurden zwei Preise verliehen: der nach Russ Manning benannte Newcomer Award sowie die Auszeichnung für den besten Comicshop. Und erst am Abend wurden diejenigen sechs KünstlerInnen bekannt gegeben, die in die Hall of Fame aufgenommen werden, darunter „Simpsons“-Schöpfer Matt Groening sowie die Europäer Tove Jansson („Mumins“) und Jacques Tardi („120, Rue de la Gare).

Hier die Liste aller Nominierungen und – gefettet – der Preisträger. Eine Reihe von ausgezeichneten Titeln sind in deutschsprachiger Ausgabe erhältlich oder wurden angekündigt. Die entsprechenden Verlage werden hinter dem Titel aufgeführt.

Hallo of Fame 
Tove Jansson
Carl Burgos
Rube Goldberg
Jacques Tardi
Lynda Barry
Matt Groening

Will Eisner Spirit of Retailing Award
Orbital Comics (London, UK)

Russ Manning / Best Newcomer Award
Dan Mora („Klaus“, „Hexed“)

Beste Kurzgeschichte
„Black Death in America“ von Tom King & John Paul Leon in „Vertigo Quarterly: Black“ (Vertigo/DC)
„Hand Me Down” von Kristyna Baczynski in „24 x 7“ (Fanfare Presents)
„It’s Going to Be Okay” von Matthew Inman, theoatmeal.com/comics/plane 
„Killing & Dying“ von Adrian Tomine in „Optic Nerve #14“ (Drawn & Quarterly – enthalten in „Eindringlinge“, Reprodukt)
„Lion & Mouse“ von R. Sikoryak in „Fable Comics“ (First Second)

Beste Einzelausgabe (oder One-Shot)
„A Blanket of Butterflies“ von Richard Van Camp & Scott B. Henderson (HighWater Press)
„I Love This Part“ von Tillie Walden (Avery Hill)
„Mowgli’s Mirror“ von Olivier Schrauwen (Retrofit/Big Planet)
„Pope Hats #4“ von Ethan Rilly (AdHouse)
„Silver Surfer #11: Never After,” by Dan Slott & Michael Allred (Marvel – „Silver Surfer 3“, Panini)

Beste Fortlaufende Serie
„Bandette“ von Paul Tobin & Colleen Coover (Monkeybrain)
„Giant Days“ von John Allison, Lissa Treiman & Max Serin (BOOM! Studios/BOOM! Box – Popcom)
„Invincible“ von Robert Kirkman, Ryan Ottley & Cliff Rathburn (Image/Skybound)
„Silver Surfer“ von Dan Slott & Michael Allred (Marvel – Panini)
„Southern Bastards“ von Jason Aaron & Jason Latour (Image)

Beste Abgeschlossene Serie
„Chrononauts“ von Mark Millar & Sean Murphy (Image – Panini)
„The Fade Out“ von Ed Brubaker & Sean Phillips (Image)
„Lady Killer“ von Joëlle Jones & Jamie S. Rich (Dark Horse – Panini)
„Minimum Wage: So Many Bad Decisions“ von Bob Fingerman (Image)
„The Spire“ von Simon Spurrier & Jeff Stokely (BOOM! Studios)

Beste Neue Serie
„Bitch Planet“ von Kelly Sue DeConnick & Valentine De Landro (Image)
„Harrow County“ von Cullen Bunn & Tyler Crook (Dark Horse)
„Kaijumax“ von Zander Cannon (Oni)
„Monstress“ von Marjorie Liu & Sana Takeda (Image)
„Paper Girls“ von Brian K. Vaughan & Cliff Chiang (Image)
„The Unbeatable Squirrel Girl“ von Ryan North & Erica Henderson (Marvel – Panini)

Beste Veröffentlichung für Junge Leser (bis 8 Jahren)
„Anna Banana & the Chocolate Explosion“ von Dominque Roques & Alexis Dormal (First Second)
„Little Robot“ von Ben Hatke (First Second)
„The Only Child“ von Guojing (Schwartz & Wade)
„SheHeWe“ von Lee Nordling & Meritxell Bosch (Lerner Graphic Universe)
„Written & Drawn by Henrietta“ von Liniers (TOON Books)

Beste Veröffentlichung für Junge Leser (8 bis 12 Jahre)
„Baba Yaga’s Assistant“ von Marika McCoola & Emily Carroll (Candlewick)
„Child Soldier: When Boys & Girls Are Used in War“ von Jessica Dee Humphreys, Michel Chikwanine & Claudia Devila (Kids Can Press)
„Nathan Hale’s Hazardous Tales: The Underground Abductor“ von Nathan Hale (Abrams Amulet)
„Over the Garden Wall“ von Pat McHale & Jim Campbell (BOOM! Studios/KaBOOM!)
„Roller Girl“ von Victoria Jamieson (Dial Books)
„Sunny Side Up“ von Jennifer Holm & Matthew Holm (Scholastic Graphix)

Beste Veröffentlichung für Junge Leser (13 bis 17 Jahre)
„Awkward“ von Svetlana Chmakova (Yen Press)
„Drowned City: Hurricane Katrina & New Orleans“ von Don Brown (Houghton Mifflin Harcourt)
„March: Book Two“ von John Lewis Andrew Aydin & Nate Powell (Top Shelf/IDW)
„Moose“ von Max de Radiguès (Conundrum)
„Oyster War“ von Ben Towle (Oni)
„SuperMutant Magic Academy“ von Jillian Tamaki (Drawn & Quarterly)

Beste Publikation: Humor
„Cyanide & Happiness: Stab Factory“ von Kris Wilson, Rob DenBleyker & Dave McElfatrick (BOOM! Studios/BOOM! Box)
„Deep Dark Fears“ von Fran Krause (Ten Speed Press)
„Sexcastle“ von Kyle Starks (Image)
„Step Aside, Pops: A Hark! A Vagrant Collection“ von Kate Beaton (Drawn & Quarterly)
„UR“ von Eric Haven (AdHouse)

Bester Webcomic
„Bandette“ von Paul Tobin & Colleen Coover (Monkeybrain/comiXology)
„Fresh Romance“, herausgegeben von Janelle Asselin (Rosy Press)
„The Legend of Wonder Woman“ von Renae De Liz (DC Digital)
„Lighten Up“ von Ronald Wimberly (The Nib)
„These Memories Won’t Last“ von Stu Campbell, memories.sutueatsflies.com

Beste Anthologie
„Drawn & Quarterly, Twenty-Five Years of Contemporary, Cartooning, Comics & Graphic Novels“, herausgegeben von Tom Devlin (Drawn & Quarterly)
„Eat More Comics: The Best of the Nib“, herausgegeben von Matt Bors (The Nib)
„24 x 7“, herausgegeben von Dan Berry (Fanfare Presents)
„Mouse Guard: Legends of the Guard, vol. 3“, herausgegeben von David Petersen (BOOM! Studios/Archaia)
„Peanuts: A Tribute to Charles M. Schulz“ edited by Shannon Watters (BOOM! Studios/KaBOOM!)

Beste Comic, der auf tatsächlichen Begebenheiten beruht
("Best Reality-Based Work" hört sich weiterhin echt besser an...)
„The Arab of the Future: A Childhood in the Middle East, 1978–1984“ von Riad Sattouf (Metropolitan Books – „Der Araber der Zukunft“, Knaus)
„Displacement: A Travelogue“ von Lucy Knisley (Fantagraphics)
„Hip Hop Family Tree, Book 3: 1983–1984“ von Ed Piskor (Fantagraphics)
„Invisible Ink: My Mother’s Secret Love Affair with a Famous Cartoonist“ von Bill Griffith (Fantagraphics)
„March: Book Two“ von John Lewis, Andrew Aydin & Nate Powell (Top Shelf/IDW)
„The Story of My Tits“ von Jennifer Hayden (Top Shelf/IDW)

Beste Graphic Novel – Neu
„Long Walk to Valhalla“ von Adam Smith & Matthew Fox (BOOM!/Archaia)
„Nanjing: The Burning City“ von Ethan Young (Dark Horse)
„Ruins“ von Peter Kuper (SelfMadeHero)
„Sam Zabel & the Magic Pen“ von Dylan Horrocks (Fantagraphics – „Sam Zabel in: Der König des Mars“, Egmont Graphic Novel)
„The Thrilling Adventures of Lovelace & Babbage“ von Sydney Padua (Pantheon)

Beste Graphic Novel – Reprint
„Angry Youth Comics“ von Johnny Ryan (Fantagraphics)
„Roses in December: A Story of Love & Alzheimer’s“ von Tom Batiuk & Chuck Ayers (Kent State University Press)
„The Less Than Epic Adventures of TJ & Amal Omnibus“ von E. K. Weaver (Iron Circus Comics)
„Nimona“ von Nicole Stevenson (Harper Teen – Splitter)
„Soldier’s Heart: The Campaign to Understand My WWII Veteran Father“ von Carol Tyler (Fantagraphics)

Beste Adaption aus einem anderen Medium
„Captive of Friendly Cove: Based on the Secret Journals of John Jewitt“ von Rebecca Goldfield, Mike Short & Matt Dembicki (Fulcrum)
„City of Clowns“ von Daniel Alarcón & Sheila Alvarado (Riverhead Books)
„Ghetto Clown“ von John Leguizamo, Christa Cassano & Shamus Beyale (Abrams ComicArts)
„Lafcadio Hearn’s ,The Faceless Ghost' & Other Macabre Tales from Japan“, herausgegeben von Sean Michael Wilson & Michiru Morikawa (Shambhala)
„Two Brothers“ von Fábio Moon & Gabriel Bá (Dark Horse)

Beste US-Ausgabe von internationalem Material
„Alpha . . . Directions“ von Jens Harder (Knockabout/Fanfare – Carlsen)
„The Eternaut“ von Héctor Germán Oesterheld & Francisco Solano Lòpez (Fantagraphics – avant-verlag)
„A Glance Backward“ von Pierre Paquet & Tony Sandoval (Magnetic Press)
„The March of the Crabs“ von Arthur de Pins (BOOM! Studios/Archaia – Splitter)
„The Realist“ von Asaf Hanuka (BOOM! Studios/Archaia – Cross Cult)

Beste US-Ausgabe von internationalem Material – Asien
„Assassination Classroom, vols. 2–7“ von Yusei Matsui (VIZ – Carlsen)
„A Bride’s Story“ von Kaoru Mori (Yen Press – Tokyopop)
„Master Keaton, vols. 2–4“ von Naoki Urasawa, Hokusei Katsushika & Takashi Nagasaki (VIZ)
„Showa, 1953–1989: A History of Japan“ von Shigeru Mizuki (Drawn & Quarterly)
„A Silent Voice“ von Yoshitoki Oima (Kodansha)
„Sunny“ von Taiyo Matsumoto (VIZ)

Beste Wiederveröffentlichung – Strips
„Beyond Mars“ von Jack Williamson & Lee Elias, herausgegeben von Dean Mullaney (IDW/LOAC)
„Cartoons for Victory“ von Warren Bernard (Fantagraphics)
„The Complete Funky Winkerbean, vol. 4“ von Tom Batiuk, herausgegeben von Mary Young (Black Squirrel Books)
„The Eternaut“ von Héctor Germán Oesterheld & Francisco Solano Lòpez, herausgegeben von Gary Groth & Kristy Valenti (Fantagraphics – dt. Ausgabe im avant-verlag)
„Kremos: The Lost Art of Niso Ramponi, vols. 1 & 2“, herausgegeben von Joseph P. Procopio (Picture This/Lost Art Books)
„White Boy in Skull Valley“ von Garrett Price, herausgegeben von Peter Maresca (Sunday Press)

Beste Wiederveröffentlichung – Comic Books
„Frank Miller’s Ronin Gallery Edition“, herausgegeben von Bob Chapman (Graphitti Designs/DC)
„Craig Russell’s Murder Mystery & Other Stories Gallery Edition“, herausgegeben von Daniel Chabon (Dark Horse)
„The Puma Blues: The Complete Saga“ von Stephen Murphy, Alan Moore, Michael Zulli, Stephen R. Bissette & Dave Sim (Dover)
„Walt Disney’s Uncle Scrooge & Donald Duck: The Don Rosa Library, vols. 3–4“, herausgegeben von David Gerstein (Fantagraphics)
„Walt Kelly’s Fairy Tales“, herausgegeben von Craig Yoe (IDW)

Bester Autor
Jason Aaron, „Southern Bastards“ (Image), „Men of Wrath“ (Marvel Icon), „Doctor Strange“, „Star Wars“, „Thor“ (Marvel) (Panini)
John Allison, „Giant Days“ (BOOM! Studios)
Ed Brubaker, „The Fade Out“, „Velvet“ (dani books), „Criminal Special Edition“ (Image)
Marjorie Liu, „Monstress“ (Image)
Willow Wilson, „Ms. Marvel“ (Marvel – Panini)

Bester Autor/Künstler
Bill Griffith: „Invisible Ink: My Mother’s Secret Love Affair with a Famous Cartoonist“ (Fantagraphics)
Nathan Hale: „Nathan Hale’s Hazardous Tales: The Underground Abductor“ (Abrams)
Sydney Padua: „The Thrilling Adventures of Lovelace & Babbage“ (Pantheon)
Ed Piskor: „Hip-Hop Family Tree, vol. 3“ (Fantagraphics)
Noah Van Sciver: „Fante Bukowski“, „Saint Cole“ (Fantagraphics)

Bester Zeichne/Inker
Michael Allred: „Silver Surfer“ (Marvel, Panini); „Art Ops“ (Vertigo/DC)
Cliff Chiang: „Paper Girls“ (Image)
Erica Henderson: „Jughead“ (Archie), „Unbeatable Squirrel Girl“ (Marvel – Panini)
Joëlle Jones: „Lady Killer“ (Dark Horse), „Brides of Helheim“ (Oni – Panini)
Nate Powell: „March, Book Two“ (Top Shelf/IDW)

Bester Zeichner/Multimedia-Künstler (Innenseiten)
Federico Bertolucci, „Love: The Tiger“ & „Love: The Fox“ (Magnetic Press – Popcom)
Colleen Coover, „Bandette“ (Monkeybrain)
Carita Lupattelli, „Izuna“ (Humanoids)
Dustin Nguyen, „Descender“ (Image – Splitter)
Tony Sandoval, „A Glance Backward“ (Magnetic Press)

Bester Zeichner (Cover)
David Aja, „Hawkeye“, „Karnak“, „Scarlet Witch“ (Marvel – Panini)
Rafael Albuquerque, „Ei8ht“ (Dark Horse – Popcom), „Huck“ (Image)
Amanda Conner, „Harley Quinn“ (DC – Panini)
Joëlle Jones, „Lady Killer“ (Dark Horse – Panini), „Brides of Helheim“ (Oni)
Ed Piskor, „Hip-Hop Family Tree“ (Fantagraphics)

Beste Kolorierung
Laura Allred: „Lady Killer“ (Dark Horse – Panini); „Silver Surfer“ (Marvel – Panini); „Art OPS“ (Vertigo/DC)
Jordie Bellaire: „The Autumnlands“, „Injection“, „Plutona“, „Pretty Deadly“, „The Surface“, „They’re Not Like Us“, „Zero“ (Image); „The X-Files“ (IDW – dani books); „The Massive“ (Dark Horse); „Magneto“, „Vision“ (Marvel – Panini)
Elizabeth Breitwiser: „The Fade Out“, „Criminal Magazine“, „Outcast“ (Cross Cult), „Velvet“ (Image)
John Rauch: „The Beauty“ (Image); „Batman: Arkham Knight“, „Earth 2: Society“ (DC – Panini); „Runaways“ (Marvel)
Dave Stewart: „Abe Sapien“, „BPRD Hell on Earth“, „Hellboy in Hell“, „Hellboy & the BPRD“ (Cross Cult), „Fight Club 2“ (Splitter), „Frankenstein Underground“ (Dark Horse); „Sandman: Overture“ (Panini), „Twilight Children“ (Vertigo/DC), „Captain America: White“ (Marvel – Panini), „Space Dumplins“ (Scholastic Graphix – Reprodukt)

Bestes Lettering
Derf Backderf, „Trashed“ (Abrams)
Steve Dutro, „Blood-C“, „Midnight Society“, „Plants vs Zombies“ (Dark Horse)
Lucy Knisley, „Displacement“ (Fantagraphics)
Troy Little, „Hunter S. Thompson’s Fear & Loathing in Las Vegas“ (Top Shelf/IDW)
Kevin McCloskey, „We Dig Worms!“ (TOON Books)

Beste journalistische Veröffentlichung/Magazin
„Alter Ego“, herausgegeben von Roy Thomas (TwoMorrows)
„Back Issue“, herausgegeben von Michael Eury (TwoMorrows)
„Comic Riffs“ von Michael Cavna, washingtonpost.com/news/comic-riffs/
„Hogan’s Alley“, herausgegeben von Tom Heintjes (Hogan’s Alley)
„Jack Kirby Collector“, herausgegeben von John Morrow (TwoMorrows)

Beste Sekundärliteratur
„Harvey Kurtzman: The Man Who Created Mad & Revolutionized Humor in America“ von Bill Schelly (Fantagraphics)
„King of the Comics: One Hundred Years of King Features Syndicate“, herausgegeben von Dean Mullaney (IDW/LOAC)
„Only What’s Necessary: Charles M. Schulz & the Art of Peanuts“ von Chip Kidd & Geoff Spear (Abrams ComicArts)
„Out of Line: The Art of Jules Feiffer“ von Martha Fay (Abrams ComicArts)
„Will Eisner: Champion of the Graphic Novel“ von Paul Levitz (Abrams ComicArts)

Beste akademische Veröffentlichung
„The Blacker the Ink: Constructions of Black Identity in Comics & Sequential Art“, herausgegeben von Frances Gateward & John Jennings (Rutgers)
„Boys Love Manga & Beyond: History, Culture & Community in Japan“, herausgegeben von Mark McLell& et al. (University Press of Mississippi)
„Graphic Medicine Manifesto“ von M. K. Czerwiec et al. (Penn State University Press)
„Superheroes on World Screens“, herausgegeben von Rayna Denison & Rachel Mizsei-Ward (University Press of Mississippi)
„Unflattening“ von Nick Sousanis (Harvard University Press)

Beste Gestaltung
„Beyond the Surface“, Design von Nicolas André, Sam Arthur, Alex Spiro & Camille Pichon (Nobrow)
„The Eternaut“, Design von Tony Ong (Fantagraphics – dt Ausgabe in eigenem Design, avant-verlag)
„Eventually Everything Connects“, Design von Loris Lora, Sam Arthur, Alex Spiro & Camille Pichon (Nobrow)
„King of the Comics: One Hundred Years of King Features Syndicate“, Design von Dean Mullaney (IDW/LOAC)
„Only What’s Necessary: Charles M. Schulz & the Art of Peanuts“, Design von Chip Kidd (Abrams ComicArts – Bastei Lübbe)
„Sandman Gallery Edition“, Design von Graphitti Designs & Josh Beatman/Brainchild Studios (Graphitti Designs/DC)

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Samstag, 23. Juli 2016

Rudolph Dirks Award angekündigt

Nachdem die German Comic Con in diesem Jahr an gleich drei Veranstaltungsorten stattfinden wird, folgt seitens der Veranstalter nun die nächste Ankündigung: Mit dem Rudolph Dirks Award, benannt nach dem deutschstämmigen Comic-Pionier, wird in diesem Jahr erstmals der Con-eigene Comicpreis vergeben.

Schon die Namenswahl zeigt, dass sich hier an den Eisner Awards orientiert wird, die an diesem Wochenende am Rande der San Diego Comic Con vergeben werden. Auch der Umfang verweist auf das amerikanische Vorbild: Geplant sind gleich 32 Kategorien. Während der "Preis für das Lebenswerk" und jener für die "Beste journalistische / akademische Publikation" von der German Comic Con selbst bestimmt wird, sollen die GewinnerInnen der anderen Kategorien von einer Jury bestimmt werden.

Auszeichnungen für Titel:
Funny / Comedy • Super Hero • SciFi / Alternate History • Fantasy • Supernatural / Mythology • Horror / Gore • Crime / Thriller / Spy • Action / Adventure • Youth Drama / Coming of Age • Social Drama / Slice of Life • Historical Drama • Biography • Documentary / Scientific • Experimental / Alternative • Romance / Love Story • Mature / Erotic • Literary Adaption • Re-Edition

Auszeichnungen für Kreative:
North America: Best Scenario / Best Artwork • South America: Best Scenario / Best Artwork • Asia: Best Scenario / Best Artwork • Africa & Oceania: Best Scenario / Best Artwork • Europe: Best Scenario / Best Artwork • Germany: Best Scenario / Best Artwork

Eine inhaltliche Ausrichtung des „Jury- bzw. Branchen-Awards“ wurde noch nicht benannt, einzig, dass „prominente und wirkungsmächtigste Köpfe“ bedacht werden und auf die „Kunstform des Comics aufmerksam“ gemacht werden soll. Die Auswahl der Gewinner soll eine mehrköpfige unabhängige Jury sowie ein aus mindestens 100 Personen bestehender „Expertenkreis (u.a. Mitarbeiter von Comic-Verlagen und angeschlossener Branchenzweige, Fachjournalisten, Kulturmanager und Comic-Schaffende)“ fällen. Der Rudolph Dirks Award ist nicht dotiert und wird erstmal auf der Con in Dortmund Anfang Dezember vergeben.

Wie die Kategorien zeigen, in denen viele Unterhaltungsstoffe im Mittelpunkt stehen und auch die Trennung von SzenaristInnen und ZeichnerInnen konsequent bedacht wird und nicht allgemein KünstlerInnen, soll hier also ein Gegenstück zu den Max und Moritz-Preisen etabliert werden. Auf den ersten Blick scheint die schiere Anzahl von Preisen und Kategorien enorm hoch, ein mehr auf Entertainment ausgelegter Preis ist an sich aber durchaus wünschenswert. Wie die bisherigen Cons im deutschsprachigen Raum zeigen, treffen sie auf beträchtliches Publikumsinteresse. Etwas der sonst auf TV- und Kino-Themen konzentrierten Aufmerksamkeit wieder auf die Comics zu lenken, ist sehr willkommen. Der Rudolph Dirks Award kann dabei helfen.

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Freitag, 22. Juli 2016

„The Nib“ ist wieder da

Während die Comic-Welt auf San Diego schaut, wo auf der gestern gestarteten Comic Con in Sachen Comics bisher so ziemlich nichts, bzw. einzig Serien-News („Luke Cage“, „Iron Fist“, „Defenders“, „The Tick“) angekündigt wurden, zeigt The Nib, wo derzeit die Musik spielt.

Die 2013 auf medium.com gestartete Website veröffentlicht politische Cartoons, Humoriges, comic-journalistische Beiträge und weitere Non-Fiction, in denen Wort und Bild verbunden werden. Anfang dieser Woche wurde sie in Kooperation mit First Look Media neu gestartet. Ab sofort werden auf thenib.com täglich eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, im Zentrum steht inhaltlich zunächst der amerikanische Wahlkampf, der von einer Vielzahl von KünstlerInnen begleitet wird. So wird The Nib kommende Woche am Rande der Democratic National Convention in Philadelphia ein offenes Atelier beziehen, BesucherInnen sind hier herzlich willkommen.

Als Chefredakteur ist weiterhin der auch als Comic-Autor bekannte Matt Bors tätig, Beiträge kommen bisher unter anderem von Tom Tomorrow, Sophie Yanow, Rob Rogers und Matt Lubchansky. Zuvor waren hier bereits Beiträge von Josh Neufeld, Erika Moen, Sarah Glidden, Mike Dawson, Lucy Bellwood, James Sturm, Shannon Wheeler, Eleanor Davis und vielen weiteren erschienen.

The Nib bietet auch einen täglichen Newsletter an, der die Beiträge des jeweils letzten Tages sammelt. First Look Media, das The Nib nun finanziert, ist der Medienkonzern von eBay-Gründer Pierre Omidyar, der in Zusammenarbeit mit Glenn Greenwald, Jeremy Scahill und Laura Poitras betrieben wird.

Tom Tomorrow

Sophie Yanow

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Abbildungen © Tomorrow – The Nib, © Yanow – The Nib

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Freitag, 22. Juli 2016

Petes Ende

Mit dem heutigen Strip beendet nach über sechs Jahren Dominik Wendland seinen Webcomic „Pete´s Daily“. In rund 2.000 Strips hat Wendland Szenen aus seinem Leben festgehalten, häufig lustig, manchmal bewegend. Um sich bei knapper Zeit als Comicautor weiterentwickeln zu können, so Wendland im begleitenden Kommentar, wird der Preisträger des Kurt Schalker-Preises 2014 sich nun längeren Geschichten widmen, den Strip fortzuführen ist dabei nicht möglich. Die neuen Stories, was das sein wird bleibt vorerst offen, sollen auf der bisher verwendeten Website veröffentlicht werden, man darf das Lesezeichen auf petesdailywebcomic.blogspot.com also behalten.

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Freitag, 22. Juli 2016