Stilübungen (59): Storyboard

In der heutigen Stilübung wird unsere bekannte Szene als Storyboard umgesetzt, genauer gesagt als Storyboard für eine Verfilmung. Mit den zusätzlichen Angaben, den Bewegungspfeilen und Angaben zur Kamerabewegung ist es nicht schwer, sich das Geschehen im Bewegtbild vorzustellen – was natürlich der Sinn und Zweck des Storyboards ist. Es gibt eine Reihe von verwandten Merkmalen zwischen Storyboard und Comic, aber in einigen Punkten sind sie doch grundverschieden. Ein wichtiger Punkt: Seitenlayout. Der Bildschirm, bzw. die Leinwand ändert nicht das Format, Comics bieten die Möglichkeit, mit flexiblen Panelgrößen und, damit verschränkt, dynamischen Seitenlayouts zu spielen.

Als Vorstufe zum finalen Comic sind Storyboards aber durchaus üblich, wobei weniger technische Informationen wie beim Film-Storyboard gearbeitet wird. Hier kann mit dem Arrangement der Bild- und Text-Elemente auf den Seiten experimentiert und auf ihre Wirkung hin überprüft werden. Davor muss nicht zwangsläufig ein Skript stehen: Falls sie nicht mit jemandem zusammenarbeiten, der das Szenario liefert, setzen viele Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen direkt als Storyboard um.

Twitter icon
Facebook icon
Google icon
Pinterest icon