Ein neues Logo für DC

DC Comics hat sich ein neues Verlagslogo gegönnt. Das gestern veröffentlichte neue Signet wurde anlässlich des nun startenden Events „Rebirth“ gestaltet, das in den kommenden Wochen die Veröffentlichungen bestimmen wird. Wieder einmal wird hier bei einem Crossover-Event das verlagseigene Superheldenuniversum aktuellen Bedürfnissen angepasst. Zuletzt gab es 2011 mit „The New 52“ einen großen Neustart, doch schon nach fünf Jahren sieht man sich gezwungen, wieder neu anzusetzen. Ziel ist, sowohl alte als auch neue Fans zu erreichen – und beide sollen mit dem neuen Logo angesprochen werden.

Die rund 80-jährige Verlagsgeschichte hatten zuvor lange Zeit zwei Logos bestimmt: Das ursprüngliche, schwarzweisse „A DC Publication“-Logo von 1940 sowie das von „I Love NY“-Gestalter Milton Glaser entworfene Bullet-Logo mit vier Sternen aus dem Jahr 1976. Beide wurden jeweils rund 30 Jahre verwendet. Erst 2012 wurde das sogenannte „Peel-Logo“ eingeführt, das seinerseits das Vorgängerdesign von 2005 ablöste.

Das nun dritte neue Logo innerhalb von elf Jahren wurde in Zusammenarbeite mit der Design-Schmiede Pentagram (Windows, MoMA, Star Alliance) entwickelt und schlägt, den verlagsweiten Serienneustarts entsprechend, den Bogen zurück: Das versale DC wird wieder von einem Kreis eingefasst, was zuvor lange Zeit grundsätzliches Gestaltungsmerkmal war. Eine kluge Entscheidung. Der verwendete Font mag nicht sofort ikonisch erscheinen, aber das kann sich mit der Zeit ändern – auch Glasers Design brauchte seine Zeit, um sich zu etablieren. Mehr als die letzten Logos eignet sich die neue Variante für die Darstellung in unterschiedlichen Größen: So bleibt es auch klein, zum Beispiel bei der Verwendung als favicon, erkennbar.

Darüber, wie lang das Logo nun in Verwendung bleiben wird, kann fröhlich spekuliert werden: Für eine langfristige Verwendung ist es sicherlich ikonisch genug. Ob DC der Versuchung wiederstehen kann, in sich immer weiter beschleunigenden Reboot-Zyklen auch das Logo anzupassen, wird man sehen. Der direkte Gestaltungsbezugspunkt, das Verlagslogo mit roten Buchstaben aus dem Jahr 1972, wurde nach nur zwei Jahren abgelöst.

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