Mappen und Manuskripte – Was wollen Verlage?

Du bist Comic-Künstler. Du schreibst. Du zeichnest. Du hast einen Comic gemacht, der unbedingt veröffentlicht gehört. Was muss man nun tun? Wie spricht man einen Verlag an? Wollen die das überhaupt?

Ich erinnere mich an meine Zeit bei Reprodukt, wo viele Einsendungen allein deshalb durchfielen, weil sie einfach nichts mit dem Verlagsprogramm zu tun hatten. Und auch, was Präsentation und Ansprache betrifft, gab es häufig Defizite. So gilt es zunächst herauszufinden, welcher Verlag zum eigenen Projekt passt. Danach zu definieren, wie eine gute Mappe oder ein ansprechendes Manuskript auszusehen hat, ist nicht leicht, da es hier viele Variablen gibt. Einige wichtige Punkte sollen hier kurz angeführt werden:

0. Einsendung gedruckt, per E-Mail oder doch ein persönliches Treffen? Wenn Verlage es anbieten, ist ein persönliches Treffen auf einem Comicfestival oder einer Buchmesse empfehlenswerter, da hier direktes Feedback möglich ist und Nachfragen gestellt werden können.
Manuskripte per E-Mail oder gedruckt:
1. Anschreiben:
Sachlich-kurze Vorstellung, wer man ist und warum man sich meldet. Will man nur eine Meinung bekommen oder ein fertiges Projekt präsentieren? Wichtig: "Hey Keule" ist kein Türöffner.
2. Synopsis: Kurze Zusammenfassung in wenigen Sätzen. Worum geht es im vorgestellten Comic? Einer ersten Kurzzusammenfassung kann eine Erläuterung folgen. Wichtig: Viel Text hilft nicht viel.
3. Comic: In der Regel reichen drei bis fünf Seiten um einen Eindruck eines Projektes zu vermitteln. Skizzen und Storyboards sind hübsch, sie sind dabei aber genauso wenig hilfreich wie das 120-seitige Skript.
evtl. 4. Umschlag & Rückporto: Wenn man die Einsendung zurückbekommen will.

Das nur ganz grob. Weitere Details würden diesen Rahmen zunächst sprengen, denn hier sollen die Verlage zu Wort kommen. Was sie sich wünschen und ob sie überhaupt offen für Einsendungen sind, erläutern sie in den Antworten auf einen kurzen Fragebogen.

Die Liste der Verlage wird noch ergänzt.

Carlsen Comics (Klaus Schikowski)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, ich schaue auf jeden Fall einmal drüber, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Und wenn es bestimmten qualitativen Ansprüchen genügt, sehen wir uns die Einreichungen genauer an.
Wonach suchen Sie?
Gute Geschichten. Es hängt ganz davon ab, mittlerweile gibt es mehr und mehr Drehbucheinreichungen, die allerdings ohne Zeichner kommen. Bestenfalls sind wir dann Vermittler und suchen nach geeigneten Zeichnern, das ist allerdings die Ausnahme, da muss uns das Szenario schon außerordentlich gut gefallen. Denn in der Regel ist das zeitlich gar nicht zu leisten. So suchen wir also Autoren, Zeichner und im günstigsten Fall: Beides in Personalunion.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Kurze Synopsis der Geschichte, ausgearbeitete Seiten, Charaktersheets. Davon kann man sich einen guten Eindruck verschaffen. Allerdings sollten die Einreichungen auch nicht zu lang sein, denn ein 140-Seiten Drehbuch in Skriptform hat da weniger Chancen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Ja, aber in der Regel arbeiten wir gerne mit Autoren zusammen und entwickeln auch gemeinsam.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten? (Link)
Ja. http://www.carlsen.de/carlsen-verlag/manuskripte
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Festivals wird regelmäßig etwas angeboten. Doch im Büro steht zu wenig Zeit dafür zur Verfügung.
An wen kann man Einsendungen richten?
info@carlsen.de; Comic-Redaktion
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Man sollte sich immer erst einmal das Verlagsportfolio ansehen, und überlegen, ob die Einreichung dort hineinpasst. Und man sollte nicht innerhalb von zwei Tagen eine Antwort erwarten. Ansonsten: nur Mut.
 

Cross Cult (Andreas Mergenthaler)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Leuchtet einem nicht wirklich sehr gutes Artwork entgegen, ist die Chance leider gering, dass wir uns die Sache genauer anschauen. Rein aus Zeitmangel!
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Aktuell suchen wir gar keine neuen Projekte. Aber wir lassen uns gerne überraschen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Am besten schon ein weit fortgeschrittenes Comicprojekt, das am Ende mehr als 100 Seiten umfasst. 10-20 Seiten sollten als PDF schon zum Lesen vorliegen, damit wir uns einen Eindruck verschaffen können. Es sollte zu unseren üblichen Themen passen. Also keine Kunstcomics, Funnies oder dergleichen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Ja, das wäre von Vorteil – aber natürlich keine Garantie, dass es uns gefällt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man sich die ganze Arbeit umsonst gemacht hat. Aber Übung schadet ja bekanntlich nicht.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Nein, da wir nicht aktiv suchen.Wir sind ja auf das Einkaufen quasi fertiger Lizenzcomics spezialisiert, die wir nur noch übersetzen und Lettern müssen.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Am besten per Mail schicken an info@cross-cult.de. Aber bitte genug Zeit lassen und damit rechnen, dass wir es nicht veröffentlichen können. Andere Verlage sind spezialisierter auf Eigenproduktionen bzw. die Arbeit mit deutschen Künstlern und Autoren.

Edition Moderne (David Basler)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?  Ja
Wonach suchen Sie?  Autoren/Zeichner
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Eine Synopsis, Bio, ein paar Seiten als PDF  bis 5 MB  
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Ja
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein
Bieten Sie Mappensichtungen an?  Ja
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
David Basler, post@editionmoderne.ch
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Bevor man eine Eingabe macht, soll man sich das Edition Moderne Programm ansehen.

Egmont Graphic Novel (Christopher Bünte)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, wir sehen uns jede Einsendung in der Redaktion an. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir nicht immer sofort antworten können.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Grundsätzlich suchen wir spannende Projekte, die zu unserem Verlagsprogramm passen.
Bei einigen Einsendungen fällt mir auf, dass der zweite Punkt leider manchmal etwas vernachlässigt wird. Will sagen: Nicht jeder Comic passt zu jedem Verlag. Aus meiner Sicht gibt es in Deutschland eine sehr facettenreiche, vielfältige Verlagslandschaft, was grafische Literatur angeht. Da lohnt es sich vor einer Bewerbung zu recherchieren: Welcher Verlag macht was? Wo kann ich mir mein Buch gut vorstellen? Solche grundsätzlichen Überlegungen im Vorfeld beweisen zum einen Professionalität, zum anderen mindern sie den Arbeitsaufwand für beide Seiten.
Wir sind auf der Suche nach konkreten Projekten, die eine gewisse Verkäuflichkeit vermuten lassen und die der Autor in Eigenregie umsetzen kann. Man kann sich bei uns auch mit einem Portfolio vorstellen, um eine Einschätzung zu bekommen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen (Format, Umfang, Auswahl verschiedener Arbeiten)?
Infos dazu gibt‘s hier: www.egmont-graphic-novel.de/manuskripte
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Ja.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Ja, wir bieten Mappenstunden auf Messen und Festivals an. Man kann das im Vorfeld bei uns anfragen oder sich auf einschlägigen Websites über Zeit und Ort informieren.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Grundsätzlich kann man auf jeden Redakteur oder Programmleiter mit einer Bewerbung zukommen. Wenn es um Mappensichtungen bei Veranstaltungen geht, sprechen wir uns vorher intern ab, wer vor Ort ist und wer welchen Termin wahrnehmen kann. Auf Messen selbst gibt es dann häufig am Stand eine Liste für Kurzentschlossene, dort kann man sich im Vorfeld einen Termin geben lassen.

Egmont Verlagsgesellschaften mbH
Christopher Bünte
Gertrudenstraße 30-36
50667 Köln
c.buente@egmont-vg.de

Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Eigentlich eine ganze Menge. Ich habe versucht, die wichtigsten Punkte auf unserer Website zusammenzutragen. Hier vielleicht noch einige Dinge ergänzend:
Vergesst die schönen Mappen. Ich brauche keine Mappe aus edlem Büttenpapier oder mit goldenen Glitzersternchen. Ich bin Comicredakteur und den Großteil meiner Arbeitszeit damit beschäftigt, nach guten Comics zu suchen. Die Verpackung bei einer Bewerbung interessiert mich nur sekundär, wichtiger ist der Inhalt. Wie sehen die Comicseiten aus? Was wird da erzählt? Wie ist das gemacht? Wer ist/sind der/die Künstler? Wenn der Comic was taugt, genügt ein schnöder Schnellhefter.
Eine Idee allein ist zu wenig. Einen Comic herzustellen, bedeutet Arbeit, viel Arbeit. Dafür ist Handwerk gefragt, auf vielen Ebenen. Von dieser Handwerkskunst möchten wir etwas sehen, einen ersten Eindruck, damit wir einschätzen können, wie der abgeschlossene Comic einmal aussehen wird.
Eine Bewerbung sollte keine Rechtschreibfehler und alle relevanten Informationen enthalten.

Panini (Alexander Bubenheimer)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja. Manuskripte wie „Die Bibel Teil 2“ (ja, ernsthaft!) landen allerdings in der MAD-Redaktion und dienen der allgemeinen Erheiterung.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten)
Wir suchen eher nach fertigen Geschichten oder Zeichnern, allerdings auch eher aktiv anstatt über eingereichte Manuskripte. Schwerpunkte sind Cartoon (MAD, Cartoonbücher) und Graphic Novels.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Meistens macht ein einseitiges Expose mit vier, fünf ausgearbeiteten Seiten Sinn.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Ja.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Messen sind unsere Redakteure ansprechbar, wann immer man sie trifft.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Ein guter Anfang ist mycomics.de, wo wir immer aktiv schauen. Ansonsten an die Redaktion. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass der größte Teil unserer Comics aus Lizenzübernahmen besteht, mithin also die meisten „unserer“ Zeichnern gar nicht für uns direkt arbeiten, sondern in der Hauptsache für den amerikanischen Markt (und sich Interessenten dann auch dort bewerben müssen, nicht bei uns).
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Es mag sich hart anhören, ist aber wirklich warmherzig gemeint, um große Enttäuschungen zu vermeiden: Es sollten mindestens 3 Menschen vom Stoff überzeugt sein, bevor man es einreicht. Man selber, die eigene Mutter und zusätzlich möglichst jemanden, der einem nicht so nahesteht, dass er blind zu allem "toll" sagt.

Salleck Publications (Eckart Schott)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja. Wobei das Werk schon in meinen Katalog passen sollte.
Wonach suchen Sie? (Zeichner, Inker, Autoren, fertige Geschichten, Probeseiten):
Eigentlich nach nichts von Allem. Ich bin ausgelastet. Aber ein gutes Produkt interessiert mich doch. Ansonsten gebe ich Tipps, wer der richtige Verlag sein könnte (meistens Reprodukt)
Wie sollte eine Einreichung aussehen?  Da lege ich mich nicht fest.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?  Jein (siehe oben).
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?  Nein.
Bieten Sie Mappensichtungen an?  Auf Messen oder Börsen, wenn ich Zeit habe.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Am besten auf Messen fragen.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Qualität schicken oder zeigen. Bitte kein Fanniveu.

Schreiber & Leser (Philipp Schreiber)

Wir sind bis auf weiteres von unserer Infrastruktur nur auf Lizenzen ausgelegt, so dass wir Projekteinsendungen vorerst gar nicht ermutigen.

Splitter (Dirk Schulz)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Wenn ein Exposee interessant ist, dann schauen wir uns auch die kompletten Manuskripte an. Wir arbeiten zur Zeit an einem Projekt, bei dem sich ein Autor gemeldet hat, und wir dann gemeinsam einen Zeichner ausgesucht haben. Lieber ist es uns allerdings, wenn gleich ein grafischer Look mitgeschickt wird.
Wonach suchen Sie?
Am intensivsten suchen wir nach Zeichnern. Das ist der zeitaufwändigste Part bei einem Comic. Da ist es schwer jemanden zu finden, der die Qualität und das Durchhaltevermögen mitbringt, ein ganzen Album, eine Graphic Novel oder eine Serie durchzuziehen. Probeseiten reichen vollkommen aus. Anhand von 1 oder 2 Seiten sehen wir, ob das Projekt zu uns passt.
Wie sollte eine Einreichung aussehen (Format, Umfang, Auswahl verschiedener Arbeiten)?
Uns reicht ein PDF mit einem Exposee, 2 oder 3 getexteten Seiten, Figurenentwürfen und ein paar fertige Seiten.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Wenn sie gut sind auf jeden Fall. Wenn ein paar Kleinigkeiten noch nicht passen, kann man die zur Not immer noch ändern.
Allerdings haben unfertige Projekte den Vorteil, dass wir als Verlag die Möglichkeit haben einzugreifen. Das ist oft hilfreich in Bezug auf einige formale Fehler wie Format, Umfang usw. aber auch textlixh oder zeichnerisch spart es natürlich viel Zeit, wenn Fehler erst gar nicht gemacht werden, oder eine Änderung am Gesamtkonzept das Projekt erfolgsversprechender macht.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Nein, haben wir leider nicht.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Wir schauen uns auf jeder Messe alle Mappen an, die uns vorgelegt werden und nehmen uns immer viel Zeit für konstruktive Kritik. Wir haben allerdings keine festen Zeiten. Wer kommen will, fragt an. Entweder es hat jemand von uns sofort Zeit, oder man macht einen Termin aus.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Am liebsten, wie gesagt, als PDF. Und dann an die info@splitter-verlag.de.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Comics zu texten/ zeichnen gehört zu den anspruchvollsten Aufgaben, die es gibt. Es gehört viel Einsatz und Begeisterung dazu (und am Anfang wenig Geld), öffnet aber unglaublich viele Türen und es gibt nichts, was mehr Spaß macht, als am Ende der Arbeit das fertige Produkt in den Händen zu halten.

Tokyopop (Katrina Aust)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Aber natürlich. Wir sind immer gespannt, neue Talente zu entdecken.
Wonach suchen Sie?
Hauptsächlich suchen wir nach Zeichnern, die bereits ein fertiges Konzept im Kopf haben. Komplett auf Papier gebracht muss es aber noch nicht sein. Bisher haben wir zwar eher deutsche Mangaka in unserem Programm, mit dem Ausbau unseres Comic-Segments sind wir aber auch generell an Comic-Künstlern aller Facetten interessiert.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Den besten Überblick darüber, wie eine Bewerbung aussehen sollte, bieten unsere Tipps für eine richtige Bewerbung. Diese sind zwar momentan noch in erster Linie auf Manga zugeschnitten, lassen sich aber auch auf Comics generell übertragen.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Wir sehen uns gerne auch fertige Projekte an. Das ist aber kein Muss. Für eine Bewerbung reicht uns erst einmal ein Auszug, damit wir uns einen Eindruck verschaffen können.
Bieten Sie Mappensichtungen an?
Auf Messen und Conventions, auf denen wir einen Stand haben, bieten wir in der Regel auch Mappensichtungen vor Ort an.
An wen kann man Einsendungen richten, bzw. eine Mappensichtung vereinbaren?
Bewerbungsmappen können gerne an mangaka@tokyopop.de geschickt werden.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Die Mappe sollte uns überzeugen und Lust auf mehr machen. Haltet das Drumherum kurz und knapp und überzeugt uns vor allem mit dem Inhalt und eurer Leidenschaft für euer Projekt. Wie ihr den besten Eindruck hinterlasst, erfahrt ihr auf unserer Website.

Zwerchfell (Christopher Tauber)

Sehen Sie sich unverlangt eingesandte Manuskripte an?
Ja, natürlich. Alle drei Mitarbeiter des Verlags übrigens.
Wonach suchen Sie? Zeichner? Inker? Autoren?
Inker machen wenig Sinn, da es wenige Zeichner gibt, die von ihren Pencils loslassen mögen in Deutschland. Ähnlich ist es für Autoren ohne Zeichner. Das ist in Deutschland irgendwie noch sehr engstirnig, dass die meisten Zeichner ungern die Kontrolle in einem Bereich abgeben. Klar, es gibt Ausnahmen, nur diese Teams haben sich oftmals schon gefunden. Interessant ist aber letzten Endes alles vom Autoren bis zum Koloristen, ja sogar Letterer dürfen sich gerne vorstellen. Spannend finden wir ja ohnehin alles.Und wer weiß, vielleicht passt da mal was mit einem anderen Baustein zusammen.
Wie sollte eine Einreichung aussehen?
Ein netter Umgangston macht es leicht, gerne etwas förmlicher als zu flapsig. Ein Exposé, bis zu zehn Probeseiten sind gut überschaubar, Referenzen, was man sonst noch so gemacht hat oder gerne macht helfen auch oft. Viele Zeichner und auch -innen sind ja vielseitig.
Macht es Sinn, sich mit fertigen Projekten an Sie zu wenden?
Klar. Wenn man dahinter steht und aber auch mit etwaigen Änderungsvorschlägen leben kann.
Haben Sie zum Beispiel auf ihrer Website eigene Richtlinien zur Einsendung von Manuskripten?
Noch nicht... einfach email an kontakt@zwerchfell-verlag.de.
Bieten Sie Mappensichtungen an? (Buchmessen, Festivals, im Büro)
Mappen und Projektvorstellungen machen wir gerne auf den Messen und Festivals, wenn wir vor Ort sind.
Haben Sie noch einen besonderen Hinweis an Menschen, die sich bei Ihnen als Künstler bewerben?
Es ist immer schön zu merken, wenn die Person sich ein wenig mit dem Verlag vertraut gemacht hat und der Überzeugung ist, das eigene Werk passt da entweder rein oder bereichert das Programm um eine noch fehlende Facette. Klar, man klopft überall an und das ist auch okay, aber wenn man zum Tanz aufgefordert wird, möchte man dabei auch schon gerne seinen eigenen Namen hören.

–––

Vielen Dank an alle Verlag, die mir bisher Antworten geschickt haben!

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